Der Billy-Effekt
Wir machen die Arbeit, die Anbieter den Profit
Wie wir zu unbezahlten Arbeitern der Tech-Konzerne wurden — vom IKEA-Regal bis zum Self-Checkout.
Die Re-Analogisierung
»Freiheit bedeutet stets eine Wahl zu haben«
Mythologische und literarische Figuren mahnen uns, auch im Zeitalter der Digitalisierung Mensch zu bleiben.
Das digitale Zeitalter sollte uns grenzenlosen Zugriff auf Information, die Verbindung aller Menschen miteinander, die Demokratisierung des Wissens, Freiheit und Befreiung bringen.
Viele Versprechen wurden eingelöst — aber einiges ist auch schiefgelaufen.
Wir sollten mehr Zeit haben, massiv in unserem Alltag unterstützt werden und eng miteinander verbunden sein. Stattdessen sind wir gehetzter denn je. Um die psychische Gesundheit unserer Kinder steht es schlecht und wir sind einsamer als jemals zuvor.
Wir ertrinken in einem Meer aus Information und dürsten nach Wahrheit.
Die Digitalisierung hat uns nicht befreit. Sie hat uns neue Ketten angelegt — unsichtbar, und schlimmer noch: wir tragen sie freiwillig.
Aktuell stehen wir an einer kritischen Schwelle. Die Einführung des Internets wird uns im Vergleich zum Siegeszug der KI wie eine leichte Brise vorkommen.
Dieses Buch lädt auf eine Reise ein — mit Sinnbildern aus Literatur, griechischer Mythologie und der Märchenwelt.
Eine Erinnerung daran, dass wir „Mensch bleiben" dürfen.
In 13 Kapiteln begegnen uns Figuren aus der Mythologie, der Literatur und der Märchenwelt, die uns einen Spiegel vorhalten, um ein digitales Phänomen zu beleuchten.
Wir machen die Arbeit, die Anbieter den Profit
Wie wir zu unbezahlten Arbeitern der Tech-Konzerne wurden — vom IKEA-Regal bis zum Self-Checkout.
Spieglein, Spieglein in meiner Hand
Die Sucht nach Likes und Bestätigung — wie Social Media uns zur ständigen Selbstdarstellung verleitet.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet
Dating-Apps und das Paradox of Choice — warum zu viele Optionen uns unglücklich machen.
Das Ende der Geschichte
Binge-Watching und Cliffhanger — wie Netflix & Co. uns in endlosen Schleifen gefangen halten.
Er musste rollen, wir scrollen
Infinite Scroll und die Angst, etwas zu verpassen — das Happy-End, das nie kommt.
Gold für die Gig-Economy
Von Eigentum zu Abos — wie wir alles tauschen und am Ende nichts mehr besitzen.
Gestrandet auf der digitalen Insel
1000 Freunde online, aber einsamer als je zuvor — die Isolation im Zeitalter der Vernetzung.
Unsere digitalen Zeitdiebe
Wir sparen Zeit — und haben trotzdem keine mehr. Die grauen Herren der Zeitsparkasse haben gewonnen.
Das gestohlene Feuer der Aufklärung
Informationsflut statt Wissen — wir ertrinken in Daten und dürsten nach Wahrheit.
Who the f*** is Alice
Filterblasen und Alternative Facts — wie der Algorithmus uns in den Kaninchenbau lockt.
Von der Selbstoptimierung zur Selbstbesessenheit
Quantified Self und Fitness-Tracker — wenn das Leben zur Optimierungsaufgabe wird.
Wir geben unsere Arbeitsplätze auf — und am Ende uns selbst
Automatisierung und Bequemlichkeit — wie wir zu Haustieren der Technologiekonzerne werden.
Wir erschaffen unseren Nachfolger
Künstliche Intelligenz — die Geschichte des Schöpfers, der von seiner Schöpfung überholt wird.
Zehn Prinzipien für ein menschliches Leben im digitalen Zeitalter
Kaufe, was Dir wichtig ist. Besitze es. Pflege es. Repariere es. Gib es weiter. Befreie Dich von der Abo-Falle.
Koche. Bastle. Repariere. Pflanze. Erschaffe etwas Echtes, das bleibt. Deine Hände erinnern Dein Gehirn daran: Du bist nicht nur Konsument, sondern auch ein Schöpfer.
Sechs echte Freundschaften sind mehr wert als 500 Facebook-Kontakte. Triff Menschen von Angesicht zu Angesicht. Schalte Dein Smartphone aus. Sprich, höre zu und sei präsent.
Hör auf, um jeden Preis alles zu optimieren. Fang an, Zeit zu haben indem Du lebst. Eine „verschwendete" Stunde beim Abendessen mit der Familie ist wertvoller als alle eingesparten Wartezeiten.
Ertrinke nicht in der Informationsflut. Such öfters mal die Quelle. Prüfe die Fakten, auch wenn es mühsam ist. Ein Buch ist wertvoller als tausend Tweets.
Denke daran, der Feed endet nie. Aber Du kannst stets entscheiden, dass Du für heute fertig bist, genug gesehen, genug gelesen und genug gescrollt hast.
Hör auf, für den Spiegel zu leben. Lösche die Filter. Zeig Dein echtes Gesicht. Sei langweilig und echt. Sei einfach Du, mit oder ohne Publikum.
Arbeit ist nicht nur lästig und negativ. Arbeit kann Sinn machen und uns Würde verleihen. Es geht um mehr als Broterwerb. Sinnstiftende Tätigkeiten lassen wir uns nicht einfach nehmen.
Du bist kein Kassierer und kein Content-Creator für Tech-Milliardäre. Wenn Du arbeitest, sollst Du bezahlt werden, mit Geld oder mit einer fairen Gegenleistung.
Du entscheidest, was Du siehst, liest, kaufst, denkst. Nicht der Algorithmus, nicht die KI, nicht der Feed. Du.
Erscheint am 1. Juli 2026 bei BoD — Books on Demand
Unter der ISBN 978-3-9828727-3-5 auch überall im Buchhandel erhältlich.